

Manchmal beginnt Veränderung damit, dich selbst besser zu verstehen.
Die Terrasse wird nicht von allein winterfest. Leider.
Der Herbst ist da. Die Tage werden kürzer, die Abende kühler und irgendwann kommt dieser Moment, in dem klar ist: Die Terrasse musswinterfest gemacht werden. Eigentlich mag ich diese Arbeit sogar. Die Pflanzenversorgen, die Möbel verstauen, alles für die kalte Jahreszeit vorbereiten. Es ist schön, draussen noch einmal Ordnung zu schaffen und die Terrasse auf den Winter einzustellen. Und trotzdem sitze ich da und mache … nichts. Ich weiss, dass es ansteht. Ich weiss, dass ich mich hinterher freuen werde. Und ich weiss sogar schon, wie schön es danach sein wird: Die Terrasse ist aufgeräumt, drinnen brennen die Kerzen, das Licht ist gemütlich, und ich sitze mit einer warmen Tasse Tee da und geniesse den Feierabend.
Ganz ehrlich: Was will man mehr? Offenbar irgendetwas, das mich endlich dazu bringt, meinen Hintern hochzukriegen.
Wenn selbst die Belohnung nicht zieht
Ich könnte mir jetzt sagen, dass ich einfach faul bin. Wäre eine Erklärung. Eine ziemlich bequeme sogar. Denn wenn ich das Problem bin, muss ich mich eben zusammenreissen. Also los, Zähne zusammenbeissen, anfangen, durchziehen. Nur: Ich habe mir schon überlegt, wie schön es danach sein wird. Ich habe mir die Arbeit nicht einmal schöngeredet. Sie macht mir grundsätzlich Spass. Und trotzdem passiert nichts. Vielleicht brauche ich also gar keine grössere Belohnung. Vielleicht liegt es auch nicht daran, dass ich zu wenig diszipliniert bin.
Vielleicht versuche ich gerade, mich für etwas zu motivieren, obwohl ich noch gar nicht herausgefunden habe, was mich eigentlich zurückhält.
Denn zwischen «Ich will das erledigen» und «Ich fange jetzt an» kann erstaunlich viel liegen.
Was hält mich eigentlich zurück?
Vielleicht ist mir die ganze Arbeit auf einmal zu viel. Pflanzen versorgen, Möbel wegräumen, Kissen verstauen, alles kontrollieren –und schon fühlt sich die Terrasse wie ein Wochenendprojekt mit Überstunden an. Vielleicht bin ich müde und brauche gerade eher eine Pause als die nächste Aufgabe. Vielleicht will ich den Sommer noch nicht ganz loslassen. Oder ich habe schlicht keine Lust, mich an einem freien Nachmittag schon wieder mit etwas zu beschäftigen, das erledigt werden muss. Oder vielleicht weiss ich gerade selbst nicht, was ich brauche. Das ist nämlich der Punkt, an dem wir uns oft ziemlich schnell ein Urteil über uns selbst bilden. Wir nennen uns faul, undiszipliniert oder unmotiviert. Und dann versuchen wir, uns mit noch mehr Druck in Bewegung zu bringen. Aber was, wenn dieses Urteil gar nicht weiterhilft?
Du kannst dich schlecht zu einer Lösung antreiben, solange du noch nicht verstanden hast, was das eigentliche Problem ist.
Wenn ich erschöpft bin, brauche ich vielleicht Erholung. Wenn mir die Aufgabe zu gross erscheint, brauche ich einen . Und wenn ich innerlich noch nicht bereit bin, mich vom Sommer zu verabschieden, bringt es vermutlich wenig, mir eine besonders schöne Kerze alsBelohnung zu versprechen. So verlockend die auch ist.
Du musst nicht immer nur deinen inneren Schweinehund überwinden
Wir kennen diese gut gemeinten Ratschläge: Setz dir ein Ziel. Mach einen Plan. Belohne dich. Fang einfach an.
Und ja, manchmal hilft genau das. Aber nicht immer. Manchmal kennen wir das Ziel längst. Wir haben den Plan im Kopf und sogar die Belohnung schon ausgesucht. Was fehlt, ist nicht noch eine Methode, um uns selbst anzutreiben.
Was fehlt, ist ein ehrlicher Blick auf uns selbst. Was macht es mir gerade schwer, anzufangen? Was brauche ich wirklich? Und gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit, diese Aufgabe anzugehen?
Vielleicht muss ich nicht die ganze Terrasse an einem Nachmittag winterfest machen. Vielleicht reichen heute die Pflanzen und morgen die Möbel. Vielleicht brauche ich jemanden, der mit anpackt. Vielleichthilft es, einfach zehn Minuten anzufangen und danach neu zu entscheiden. Und vielleicht stelle ich fest, dass ich heute tatsächlich keine Energie dafür habe. Auch das ist eine Information – kein Beweis dafür, dass mit mir etwas nicht stimmt. Es geht nicht darum, jede Aufgabe so lange zu analysieren, bis sie sich irgendwie von selbst erledigt. Es geht darum, nicht bei jedem Widerstand sofort gegen sich selbst zu kämpfen.
Und was ist jetzt mit meiner Terrasse?
Die wird vermutlich nicht winterfest, während ich diesen Blogbeitrag schreibe. Schade eigentlich.
Aber vielleicht ist genau das mein nächster Schritt: Ich höre auf, mir einzureden, dass ich bloss faul bin. Ich schaue hin, was mich gerade bremst, und mache mir den Einstieg so einfach wie möglich. Nicht, um möglichst effizient auch noch die Terrasse zu erledigen. Sondern damit ich wieder ins Handeln komme, ohne mich vorher selbst fertigzumachen. Und wer weiss: Vielleicht sitze ich schon bald mit meinem warmen Tee bei Kerzenschein da. Nicht als Belohnung dafür, dass ich endlich brav meine Aufgaben erledigt habe. Sondern weil ich mir einen gemütlichen Abend gönnen möchte.
Eine Frage für dich:
Was schiebst du gerade vor dir her, obwohl du weisst, dass du dich hinterher darüber freuen würdest, es erledigt zu haben?
Und bevor du dich das nächste Mal als faul abstempelst: Frag dich doch einmal, was dich tatsächlich davon abhält, anzufangen.
Vielleicht brauchst du einen klareren Plan. Vielleicht eine Pause. Vielleicht einen kleineren ersten Schritt. Oder etwas ganz anderes. Du musst nicht immer mehr Druck machen. Manchmal beginnt Veränderung damit, dich selbst besser zu verstehen.
Dein Leben. Deine Entscheidung.
gesund - zeit – Deine Gesundheits-Mentorin für echte Lebensfreude.
Du weisst, was du verändern möchtest, kommst aber immer wieder nicht ins Handeln? Gemeinsam schauen wir hin, welche Muster dich zurückhalten und wie du Veränderungen entwickeln kannst, die wirklich zu dir und deinem Alltag passen.
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October 7, 2026
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July 12, 2026
Strategisches holistisches Gesundheits-Management für engagierte Menschen, damit ihr persönlicher Einsatz nicht zu Lasten ihrer Gesundheit geht.

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*Meine Begleitung ist kein Standard-Coaching, sondern fundierte Gesundheitsarbeit. Sie basiert auf dem wissenschaftlichen Standard des Personal Health Coachings der Universität Basel und ist EMR zertifiziert (Methode Nr. 153).
Das bedeutet für dich: Du profitierst von einer Methodik auf klinischem Niveau, die von den meisten Schweizer Zusatzversicherungen anerkannt wird. Um dich ganzheitlich zu unterstützen, verbinde ich diesen klinischen Ansatz mit spezialisiertem Fachwissen als Dipl. Medical Trainerin, Dipl. Mental Coachin und Zert. Ernährungsberaterin. Durch regelmässige Weiterbildungen stelle ich sicher, dass ich immer nach den aktuellen Erkenntnissen aus der Gesundheitsforschung arbeite.