

Käsefondue statt Salat? Warum gesund nicht immer heisst, sich zu überlisten.
Käsefondue statt Salat? Warum gesund nicht immer heisst, sich zu überlisten.
Draussen wird es kalt. Die Tage werden kürzer. Und plötzlich ist sie da: die Lust auf ein richtig feines Käsefondue. Warm, würzig, gemütlich und natürlich auch etwas stinkig. Gehört halt dazu ;-). Für mich am liebsten mit Kartoffeln oder Ananas, die man genüsslich in den geschmolzenen Käse tunkt.
Und dann meldet sich die vernünftige Stimme im Kopf:
Salat wäre gesünder.
Nur: Wer hat bei gefühlt 3 Grad Aussentemperatur wirklich Lust auf eine kalte Schüssel Grünzeug, wenn das Fondue lockt?
Also wird verhandelt. Mit sich selbst.
«Ich esse einfach zuerst einen Salat. Dann darf ich nachher Fondue essen.»
Klingt nach einem guten Plan. Und vielleicht ist es das auch. Du isst den Salat, weil dass der Deal mit dir selbst ist. Danach geniesst du dein Fondue. Aber manchmal steckt hinter diesem Plan noch etwas anderes. Die Hoffnung, sich das Fondue ein bisschen erlauben zu dürfen. Oder die Angst, dass man sich nicht mehr bremsen kann, sobald der erste Bissen auf der Gabel landet. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Dinner.
Wenn aus Genuss eine Verhandlung wird
Vielleicht kennst du das: Du freust dich auf etwas, aber gleichzeitig hast du ein schlechtes Gewissen, weil du glaubst, du solltest eigentlich etwas anderes tun. Du möchtest dich entspannen, denkst aber an die Dinge, die noch erledigt werden müssten. Du möchtest einen gemütlichen Abend verbringen, fragst dich aber, ob du deine Zeit sinnvoll genug nutzt. Oder du möchtest Fondue essen und überlegst schon vor dem ersten Bissen, wie du verhindern kannst, zu viel davon zu essen. Ganz schön anstrengend für etwas, das eigentlich Freude machen soll.
Denn manchmal ist nicht das Fondue das Problem. Sondern der Kampf, den wir vorher mit uns selbst führen.
Was wäre, wenn du dich gar nicht überlisten müsstest?
Du kannst Salat essen, wenn du Lust darauf hast. Du darfst Fondue essen, WEIL du Lust darauf hast. Und du darfst auch entscheiden, dass dir heute ein warmes Essen einfach mehr entspricht. Gesundheit bedeutet nicht, bei jeder Entscheidung die vermeintlich vernünftigste Variante zu wählen. Sie entsteht aus vielen Entscheidungen im Alltag – und dazu gehört auch, Genuss zuzulassen. Das heisst nicht, dass deine Gesundheit keine Rolle spielt. Im Gegenteil -es geht darum, einen Umgang zu finden, der langfristig zu dir passt, statt dich bei jeder Mahlzeit in richtig und falsch einzuteilen. Und wenn du Angst hast, beim Fondue zu viel zu essen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Was macht dir eigentlich Sorgen?
Dass du dich danach unangenehm voll fühlst? Dass du das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren? Dass du glaubst, du hättest etwas falsch gemacht?
Das sind unterschiedliche Dinge. Und sie brauchen nicht alle dieselbe Lösung. Vielleicht hilft es dir, langsam zu essen und zwischendurch kurz innezuhalten. Vielleicht hilft dir, das Fondue nicht als verbotene Versuchung zu betrachten, sondern als eine Mahlzeit, die du bewusst geniessen darfst. Und vielleicht merkst du, dass du schon vor dem Essen so sehr mit selbst auferlegten Regeln beschäftigt bist, dass du kaum noch wahrnimmst, was du eigentlich möchtest. Es geht nicht darum, jetzt auch noch das Essen perfekt hinzubekommen. Es geht darum, dich selbst besser zu verstehen.
Eine kleine Frage für deinen Alltag
Wenn du das nächste Mal zwischen dem entscheidest, worauf du Lust hast, und dem, was du glaubst, tun zu müssen, halte kurz inne.
Frag dich:
Was möchte ich gerade wirklich? Und was davon ist meine eigene Entscheidung – und was ist eine Regel, die ich mir selbst auferlegt habe?
Du musst nicht jede Regel über Bord werfen. Aber du darfst prüfen, ob sie dir heute noch hilft. Und wenn es heute Käsefondue gibt? Dann darf es Käsefondue geben. Ohne vorher eine Salatprüfung zu bestehen.
Dein Leben. Deine Entscheidung.
Und manchmal beginnt ein entspannterer Umgang mit der eigenen Gesundheit genau dort: nicht beim nächsten Verbot, sondern bei der Frage, was dir wirklich guttut.
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October 7, 2026
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July 12, 2026
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*Meine Begleitung ist kein Standard-Coaching, sondern fundierte Gesundheitsarbeit. Sie basiert auf dem wissenschaftlichen Standard des Personal Health Coachings der Universität Basel und ist EMR zertifiziert (Methode Nr. 153).
Das bedeutet für dich: Du profitierst von einer Methodik auf klinischem Niveau, die von den meisten Schweizer Zusatzversicherungen anerkannt wird. Um dich ganzheitlich zu unterstützen, verbinde ich diesen klinischen Ansatz mit spezialisiertem Fachwissen als Dipl. Medical Trainerin, Dipl. Mental Coachin und Zert. Ernährungsberaterin. Durch regelmässige Weiterbildungen stelle ich sicher, dass ich immer nach den aktuellen Erkenntnissen aus der Gesundheitsforschung arbeite.